Erster Online-Kurs & eine Meditation für den Abend

Letzen Freitag fand die erste Online-Live-Session des YOGA-Januars statt. Für mich war es nicht der erste Online-Unterricht, aber das erste mal aus meinen eigenen 4 Wänden - ungewohnt aber gleichzeitig sehr angenehm.

Ich habe mich gefreut in einer so intimen Atmosphäre mit Bekannten, Freunden und sogar Familie gemeinsam Yoga machen zu können. Vielen Dank auch für das ganze Feedback, das ich bekommen habe.

Thema der ersten Einheit war Deep Relaxation. Wir haben mit sanften Stretches begonnen, sind dann zu einer Entspannungsphase übergegangen und haben die Einheit mit einer buddhistischen Abendmeditation beendet. Sie ist super leicht und für jedes Level geeignet und du kannst sie jederzeit zu Hause oder unterwegs machen.

 

EINE BUDDHISTISCHE ABENDMEDITATION


Ich habe diese Meditation in einem Buch des Dalai Lama kennengelernt. Sie ist für jedes Level geeignet und ich mache sie sehr gerne. Die abendliche Meditation ist sowohl bei buddhistischen als auch bei christlichen Mönchen sowie in vielen Traditionen ein fester Bestandteil. Sie hilft uns den Tag zu reflektieren. Von manchen wird sie auch "Gewissensprüfung" genannt. Denn wir können

  • prüfen, ob wir die Absichten für den Tag verwirklichen konnten,

  • lernen Dankbarkeit, Akzeptanz und Freude zu spüren und

  • uns auf den neuen Tag einstellen.

Du kannst diese Meditation im Liegen und im Sitzen, zu Hause oder unterwegs und mit geschlossenen oder sanft geöffneten Augen durchführen. Sie dauert nicht lange. Nimm dir einfach am Abend, vor dem ins-Bett-gehen oder im Bett ein paar Minuten Zeit für dich.


Meine Empfehlung: Ich meditiere am liebsten im Sitzen. Dazu nehme ich mir ein Kissen, setze mich im Schneidersitz drauf, lege meine Hände übereinander in den Schoß und führe sanft meine Daumenspitzen zueinander.

ANLEITUNG


1. Begib dich in eine bequeme Position.

Setze dich aufrecht auf dem Boden im Schneider- oder Fersensitz hin, mache es dir auf einem Stuhl in aufrechter Haltung bequem oder lege dich entspannt auf den Rücken.


2. Denke über den Tag nach.

Wie war dein Tag? Woran erinnerst du dich? Was waren bedeutsame Erlebnisse? Das können zum Beispiel Gespräche, Gefühle oder Gedanken sein. Konntest du deine Absichten oder Ziele für den Tag erreichen?


3. Nimm deine Emotionen wahr.

Welche Emotionen hast du über den Tag gespürt? Oder welche Emotionen nimmst du wahr, während du gerade über die Erfahrungen nachdenkst?


4. Akzeptiere deine Erfahrungen.

Auch dunkle Gedanken und Gefühle darfst du zulassen und akzeptieren. Bist du unglücklich über ein Erlebnis oder etwas, das du gemacht hast? Dann lege die linke Hand auf dein Herz und sage dir: "Ich akzeptiere mich. Ich bin unvollkommen und menschlich, so wie alle anderen auch." Registriere, wo du einer Absicht nicht gerecht wurdest, und nutze die Erfahrung, um zu lernen und zu wachsen. Wenn dir etwas Schmerzliches widerfahren ist, nimm es sanft zur Kenntnis und sage dir: "Das hat wehgetan. Ich bin damit nicht allein. Wir alle leiden von Zeit zu Zeit."


5. Fühle Dankbarkeit.

Die wichtigste Einstellung zum Tag ist Dankbarkeit. Dankbarkeit gegenüber den Erfahrungen des Tages ermöglicht persönliches Wachstum.


6. Freue dich über deinen Tag.

Womit bist du zufrieden? Hast du jemandem geholfen? Bist du in einem Konflikt ruhig geblieben? Hast du jemandem ein Lächeln geschenkt? Wenn dir nichts einfällt, freue dich über diese Meditation, die du gerade machst.


7. Denke an morgen.

Zum Abschluss lenke deine Aufmerksamkeit auf den morgigen Tag. Lasse alle Sorgen ruhen und vertraue dir. Sage dir, dass du in der Lage bist die Herausforderungen des morgigen Tages zu meistern. Dann genieße den Abend und gehe mit gutem Gewissen schlafen.

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